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Auf einer Achterbahnfahrt für die Sinne erleben Sie sechs Länder und deren Kostbarkeiten wie die Sonneninsel im Titicacasee hoch in den Anden oder die Urgewalt der Iguazúfälle. In 28 Tagen unternehmen Sie eine kultivierte Expedition zu Naturwundern wie dem Salzsee von Uyuni und dem Amazonas-Regenwald, Sie erleben magische Momente in den Inkastätten Machu Picchu und rund um Cuzco. Dem kulinarischen Zentrum des Kontinents, Lima, folgt das kulturelle, Buenos Aires. Exzellente Küche und charmante Hotels spenden Kraft für Tage voller Kontraste und Abenteuer. Sie kehren heim mit dem wohligen Gefühl von lateinamerikanischer Lässigkeit.

Reisenummer 69233

Südamerika – umfassend

  • Südamerikas Höhepunkte in Natur und Kultur vereint auf einer Studienreise
  • Von Amazonien durchs Andenhochland in die Salzwüste
  • Mit dem Zug nach Machu Picchu, mit dem Boot über den Titicacasee
  • Nonstop-Flüge mit Lufthansa
  • Wichtigste Stationen dieser großen Studiosus-Reise durch Südamerika: Bogotá, Lima, Amazonien, Machu Picchu, Titicacasee, Salar de Uyuni, Atacamawüste, Santiago, Buenos Aires, Iguazú-Wasserfälle und Rio de Janeiro
  • Langsame Höhenanpassung für fünf Übernachtungen in über 3000 m Höhe

 

MAP Karte

Reiseverlauf

1. Tag: Auf nach Südamerika!

Bahnanreise in der 1. Klasse zum Flughafen. Mittags Flug mit Lufthansa von Frankfurt nach Bogotá (Flugdauer ca. 11,5 Std.). Da bleibt genügend Zeit für etwas magischen Realismus aus der Feder von Gabriel García Márquez wie z. B. "Hundert Jahre Einsamkeit". Ankunft nach Ortszeit am Abend - und die reale Magie nimmt ihren Lauf. Zwei Übernachtungen in der Altstadt von Bogotá.

2. Tag: Willkommen in Kolumbien!

Eine frische Brise begrüßt uns am Morgen in luftiger Höhe: Bogotá liegt auf 2640 m. Eine Seilbahnfahrt bringt uns hinauf zum Hausberg Monserrate (3150 m). Dem imposanten Panorama folgt der farbenfrohe Markt von Paloquemao; unter dem Dach der alten Eisenbahnhalle nimmt Ihr wohl vitaminreichster Urlaub langsam Fahrt auf: Frisch gepresste Säfte aus exotischen Früchten konkurrieren mit farbenfrohen Blumen. Ihre Studiosus-Reiseleiterin lotst Sie durch dieses Labyrinth und das der kolonialen Altstadt. Den prächtigen Bauten folgen die pummeligen Plastiken und pikanten Porträts von Fernando Botero im gleichnamigen Museum: Seine Mona Lisa ist eine Pracht, die Hand des Papstes pure Provokation.

3. Tag: Von Eldorado nach Peru

Im Goldmuseum der Nationalbank kommen Sie aus dem Strahlen gar nicht mehr heraus: Ihre Reiseleiterin erweckt die Mythen um das sagenumwobene El Dorado zum Leben und zeigt Ihnen einzigartige Schätze präkolumbischer Kulturen. Am Nachmittag gleiten wir in einer Maschine von Avianca hinüber nach Lima – unser Flug des Kondors durch Südamerika beginnt. Eine kleine Kostprobe mit Kräutercharakter ziert Ihr Kopfkissen. Zwei Übernachtungen in Lima.

4. Tag: Kolonialer Glanz und Kulinarik in Lima

Morgens schauen wir hinaus auf den Pazifik und genießen frische Meeresluft. Auf unserer Stadtrundfahrt durch die peruanische Metropole stoppen wir vor glänzend restaurierten Kolonialgebäuden. Die ganze Altstadt (UNESCO-Welterbe) wurde einst von versklavten Ureinwohnern erbaut. Der Eroberer Francisco Pizarro kannte da kein Pardon. In der Kathedrale stehen wir vor seinen Gebeinen. Die Inkas und ihre Kunst dagegen leben weiter im Museo Larco. In dessen Garten stoßen wir nach dem Museumsrundgang mit Pisco sour auf unsere Reise an und lassen uns von der Gourmetkönigin Lima mit einem opulenten Begrüßungsmahl verwöhnen.

5. Tag: Flug ins tropische Amazonas-Tiefland

Garderobenwechsel: Während es in Lima selten regnet, gehört das im Regenwald zur Tagesordnung. Am Vormittag fliegen wir mit LATAM von Lima über Cuzco nach Puerto Maldonado, mitten hinein ins Amazonas-Tiefland. Von dort geht es direkt per Boot (Fahrzeit ca. 2 Std.) den mächtigen Strom Madre de Dios hinauf bis zum Anleger der EcoAmazonia Lodge. Tropische Luft, Tierstimmen, das Rauschen des Flusses ... Im lodgeeigenen Naturreservat beziehen wir unsere einfachen Bungalows und sind fortan Teil eines der letzten heilen Ökosysteme des Planeten. See you later, alligator: Nachmittags suchen wir mit unserem Naturführer nach Kaimanen. Drei Übernachtungen in einer Dschungel-Lodge.

6. Tag: Ein tierischer Tag im Dschungel

Am frühen Morgen wandern wir durch dichten Dschungel zu einem verborgenen See. Im ersten Licht des Tages gilt die Fotopirsch vom Boot aus den Schildkröten und Aras, Riesenottern und Tapiren. Sie sehen den Wald vor lauter Bäumen nicht? Keine Sorge, die geschulten Wildhüter lenken unseren Blick. Umzingelt von Baumriesen genießen wir das fruchtige Frühstück, schwingen mittags entspannt unterm Blätterdach in der Hängematte und sind nachmittags wieder topfit für die Bootsfahrt zur Affeninsel: Kapuziner-, Löwen- und Totenkopfäffchen turnen in den Ästen. Zum Finale des Tages wiegt uns das Konzert des Dschungels sanft in den Schlaf.

7. Tag: Sumpf-Philharmonie und Baumkronenblick

Mit den ersten Sonnenstrahlen beginnt im Regenwald ein kurioses Krakeelen. Der Kakophonie nähern wir uns gemäßigten Schrittes. Können Sie die Stimmen den Gesichtern im artenreichen Sumpfgebiet Lost Cocha zuordnen? Einmal die Aufnahmetaste gedrückt und schon speichern Sie den Klingelton Ihres Lebens. Ein Unikat für die Ewigkeit. Später geht's über Stege und Stufen zu einem Beobachtungsturm, und unser Blick schweift über den Urwald: Tukane, Aras und Raubvögel kreisen über den Baumkronen und den wuchtigen Wedeln der Moriche-Palme – ein erhabener Moment. Zum Finale der ersten Reisewoche erleben wir noch einmal den Sonnenuntergang am Amazonas.

8. Tag: Das Herz des Inkareiches im Anden-Hochland

Ein letztes Urwaldkonzert zum Frühstück, wir verabschieden uns vom Regenwald und rauschen im Boot zurück nach Puerto Maldonado. Mittags breitet der Kondor seine Schwingen aus und fliegt uns mit LATAM ins Herz des alten Inkareiches. Die einstige Hauptstadt Cuzco liegt im Andenhochland auf 3400 m Höhe. Zur leichteren Höhenanpassung bringt uns der Bus kurvenreich hinab in das tiefer gelegene Heilige Tal der Inkas. 70 km. Entspannen Sie nachmittags im milden Klima. Drei Übernachtungen in Yucay auf 2860 m Höhe.

9. Tag: Handwerkskunst im Heiligen Tal

In den Feldterrassen von Moray bestaunen wir dieses inkaische Agrarlabor. Beim anschließenden Workshop aber halten Sie die Fäden zum altamerikanischen Bilanz- und Rechnungswesen in der Hand: Schnurbündel aus Hauptschnur und bunten Nebenschnüren. Quipu-Knüpfen, die einzigartige Knotenschrift der Inka, ist angesagt! Dass ihr Volk auch in puncto Salzgewinnung Raffinesse bewies, demonstrieren uns die Terrassen von Maras. Dort brennt die Sonne auf kleine Wasserbecken und lässt das Wasser verdunsten. Quadrate mit blendend weißem Salz bleiben übrig. Ziegel entstehen dagegen nicht so automatisch: Lehmstampfen heißt es dann im Nachbardorf für uns, und die Blöcke ordentlich zum Trocknen aufreihen! 50 km. Abends im Garten unseres Hotels wartet ein zeremonielles Dinner: Heiße Steine garen das Nationalgericht Pachamanca unter einem Hügel im Schoß von Mutter Erde.

10. Tag: Magisches Rätsel Machu Picchu

Gemächlich zuckeln wir vom Bahnhof in Ollantaytambo in der Schmalspurbahn am Urubambafluss hinab nach Aguas Calientes (Fahrzeit ca. 1,5 Std.), dann fahren wir mit Bussen hinauf nach Machu Picchu. Bis heute gibt die einst von den Inkas verlassene Stadt den Archäologen größte Rätsel auf. Niemand kann sagen, welche Rolle die Residenz einst spielte, aber jeder kann sie treppauf und treppab erlaufen und sehen, wie raffiniert die Baumeister einst Kanäle und Trockenmauern planten. Flüstern Ihnen die Steine eine neue Theorie zu, säuselt der Wind von der einstigen Größe der Stätte? Nur ganz wenige UNESCO-Welterbestätten sind so geheimnisvoll wie Machu Picchu. Die Rückfahrt mit Bus und Zug nutzen wir zur konstruktiven Mythenbildung. Busstrecke 60 km.

11. Tag: Folklore und Volksglauben

Farbenrausch auf dem Markt von Pisak: prächtige Stoffe, Schachbretter, auf denen Inkas gegen Spanier kämpfen, Panflöten, Taschen und Mützen, so weit das Auge reicht. Kultstätten zu Ehren von Wasser und Blitz säumen den Wegesrand, doch erst in der alten Inkafestung Sacsayhuamán weiht uns ein Schamane in heilige Rituale ein. Lassen Sie sich überraschen! Wer möchte, geht anschließend zu Fuß hinab ins Zentrum von Cuzco. Auch hier gibt es exzellente Restaurants – Sie haben die Wahl. Vielleicht möchten Sie ja einmal Meerschweinchen probieren? 90 km. Drei Übernachtungen in Cuzco auf 3400 m Höhe.

12. Tag: Cuzco – "Nabel der Welt"

Endlich angekommen am "Nabel der Welt", so nannten die Inkas ihre einstige Hauptstadt Cuzco (UNESCO-Welterbe). In der Dominikanerkirche zeugen die erdbebensicheren Grundmauern des Sonnentempels Koricancha von der Baukunst der Inkas. Die Kolonialmacht stülpte ihre Kirche dem Sonnentempel über. In der Kathedrale an der Plaza de Armas sehen wir auf vielen Bildern, wie die einheimischen Künstler Cuzcos die spanischen Vorbilder mit einem ganz eigenen Stil neu intepretiert haben. Von den Herausforderungen des Alltags im heutigen Cuzco hören wir, wenn wir das Studiosus-Schulprojekt "Kleine Menschen" besuchen.

13. Tag: Pulsierendes Cuzco oder stilles Tipón

Der Tag gehört Ihnen! Entdecken Sie Cuzco und erobern Sie das Künstlerviertel San Blas auf alten Gassen und Treppen. Ihre Reiseleiterin bietet einen Ausflug nach Tipón an (45 €). Nur wenige Touristen kennen den Geheimtipp, und so verbringen Ausflügler den Tag ungestört in der grünen Ruinenstadt. Mit seinen Tempeln und Gärten, den mit rotem Gestein eingefriedeten Terrassen und ewig plätschernden Quellkaskaden wirkt die Anlage wie ein Garten Eden für Ingenieure und Architekten. Die "Stadt der schönen Quellen" nannten sie die Inkas und spendierten ihr und der Nachwelt ein ausgeklügeltes Kanalsystem.

14. Tag: Majestätische Anden und La-Raya-Pass

Auf der Fahrt durchs Vilcanota-Massiv erleben wir die Anden zum Anfassen. Alpaka-Herden gleich klettert unser Bus hinauf auf 4350 m Höhe zum La-Raya-Pass. Fotostopp und Souvenirstation. Volle Wolle oder lieber flauschiges Fell? Auf dem Weg nach Puno am Titicacasee haben wir Zeit zum Reden: über peruanische Politik, den kolonialzeitlichen Widerstand der Inkas, das Erbe der Militärdiktatur und den einstigen Konflikt mit der Terrorgruppe "Leuchtender Pfad". Blockieren mal wieder Demonstranten die Straßen, begegnen wir der Demokratie hautnah. 390 km.

15. Tag: Titicaca - heiliger See der Inkas

Eine schwimmende Welt aus Binsen finden Frühaufsteher im Alleingang bei den Urus: künstliche Inseln mit Häusern für die Familien und Boote für Fischfang und Transport – einzigartig wie der auf 3800 m gelegene Titicacasee selbst. An seinem Ufer gelangen wir von Peru nach Bolivien. Dann düsen wir im Tragflügelboot zur Sonneninsel, genießen unser Mittagsmahl zwischen heiligen Felsen und der schneebedeckten Königskordillere in der Ferne. Jeder Bissen ein Genuss, jeder Blick eine Wohltat. Danach bringt uns das Boot wieder ans Festland, nach Huatajata, wo wir für eine Nacht bleiben - in einem Hotel direkt am Seeufer. Busstrecke 140 km.

16. Tag: Die Panoramen von La Paz

Nicht minder rätselhaft als Machu Picchu: die Ruinen von Tiahuanaco (UNESCO-Welterbe) mit dem Sonnentor. Weiter geht es nach La Paz. Die höchstgelegene Großstadt der Erde (3640 m) liegt in einem Talkessel – der Anblick raubt uns den Atem. 90 km. Farbige Fassaden, schmale Gassen: die Calle Jaén, die schönste Straße in La Paz, beschwingt jeden Schritt. Und im Marktviertel gibt es nicht nur Obst und Gemüse, sondern auch jede Menge Heilkräuter und Wundermittel. Wie es um Evo Morales, den ersten indigenen Präsidenten Lateinamerikas steht, fragen wir uns auf dem Hauptplatz der Stadt. Und mit bester Aussicht gondeln wir mit der neuen Seilbahn über die Metropole, Boliviens Antwort auf den täglichen Stau. Wie wahrer Weitblick aussieht, erleben wir beim Abendessen im Panoramarestaurant des Hotels.

17. Tag: Der Salzsee bei Uyuni

Am Morgen geht es hinauf zur Vorstadt El Alto und von dort weiter zum Flughafen, wo wir unseren Kondorflug fortsetzen: Amaszonas bringt uns nach Uyuni im Süden des Landes, schon aus großer Höhe tut sich der weiße See unter uns auf. Was für eine bizarre Welt! Auf der Fahrt in die Weite des Salars nähern wir uns der Isla Incahuasi: Wie eine Fata Morgana tauchen meterhohe Kakteen im Salzsee auf. Die sind echt, auch wenn hier vieles täuscht. Wir passieren viele kleine Salzfabriken, die auch das Baumaterial lieferten für unseren Kristallpalast, unser Hotel ganz aus Salz am Rande des Salars! Vielleicht erleben Sie hier die größte Stille Ihres Lebens - zumindest den ruhigsten Ort der Reise. Zwei Übernachtungen in spektakulärer Lage auf 3650 m Höhe.

18. Tag: Das Salz der Anden auf unserer Haut

Tag der Extreme: Mit Geländewagen und zu Fuß wandern wir durch die weiße Welt, wo der Horizont flimmert, wo sich der Himmel auf Erden spiegelt, wo Salzkristalle fantastische Figuren formen. Den Überblick über das weite Weiß gestattet uns der Kraterrand des Tunupa-Vulkans. Im Salar liegt ein Schatz, denn der Salzsee verbirgt die größten Lithiumreserven der Welt, und die Regierung plant deren Abbau. Picknick gibt es unterwegs, zum Nachsalzen gäbe es genug Rohstoff.

19. Tag: Farbige Lagunen auf dem Weg nach Chile

Weiter geht's im Geländewagen durch die Wunderwelt der Anden. Dem Minimalismus des Vortags folgt heute surreale Farbenpracht: In dem flachen roten See der Laguna Colorada (4560 m) suchen Flamingos am Ufer nach Futter. Perfekt, um auch unser Picknick auszupacken. Am höchsten Punkt sehen und riechen wir das nach Schwefel stinkende und fauchende Geysirfeld Sol de Manana (4850 m). Smaragdgrün offenbart sich plötzlich die Laguna Verde (4350 m) inmitten der Wüste. Wieder wacht ein Vulkan am Rande - der inaktive Riese Licancabur. Von der kleinen Grenzstation rollen wir bergab ins chilenische Oasenstädtchen San Pedro. 475 km. Ein langer, aber äußerst eindrucksvoller Tag! Zwei Übernachtungen in San Pedro.

20. Tag: Im Tal des Mondes der Atacama

Schlafen Sie heute, solange Sie wollen. Wer mag, macht einen Abstecher zur Ruinenanlage Quitor, dabei hilft Ihre Reiseleiterin. Ansonsten gilt Kaffeetrinken in sonniger Ruhe, ein Spaziergang zum Dorfkirchlein aus Kaktusholz oder Baden im Hotelpool, damit später alle Sinne hellwach sind für unseren galaktischen Ausflug! Denn am Nachmittag reisen wir gemeinsam ins Mondtal der Atacamawüste und genießen die bizarre Landschaft im Licht der immer tiefer stehenden Sonne. Im Sonnenuntergang leuchten die Vulkankegel noch einmal in kräftigen Farben, bevor das Gleißende und Bunte dem unendlichen Glitzern und Funkeln der Sterne Platz macht. Ganz großes Naturkino!

21. Tag: Wolkenkratzer zwischen Andengipfeln

Jetzt übernimmt wieder die Kultur, die Natur agiert als Statist: Wir fahren 100 km mit dem Bus zum Flughafen Calama, dann segelt unser Kondor von LATAM über die Küstenwüste in weitem Bogen hinab nach Santiago de Chile. Die Metropole liegt eingebettet zwischen dem graublauen Andenmassiv und dem Küstengebirge. Ein erster Stadtrundgang führt durch die grüne Oase mit reichlich Glas und Stahl. Im stilvollen Restaurant Mesón Nerudiano widmen wir uns der modernen chilenischen Küche und erhalten einen poetischen Blick auf Pablo Neruda, dessen Dichtkunst das Nobelpreiskomitee 1971 mit einer "Naturkraft" verglich.

22. Tag: Diktatur und Demokratie in Chile

Die Plaza de Armas präsentiert uns beim Flanieren den Pomp der Hauptstadt. Am Präsidentenpalast Moneda erzählt Ihre Reiseleiterin von der jüngeren Geschichte Chiles, dem blutigen Militärputsch des späteren Diktators Pinochet. Dessen Terror brachte auch den beliebten Liedermacher Víctor Jara zum Schweigen. Isabel Allendes Roman "Das Geisterhaus" erwacht in unseren Erinnerungen. Dem düsteren Kapitel folgt der selbstbewusste Aufbruch der Demokratie, symbolisiert durch ein Kulturzentrum im Keller des Hohen Hauses. Am späten Nachmittag fliegen wir mit LATAM über die argentinische Pampa zum Rio de la Plata. Zwei Übernachtungen in Buenos Aires.

23. Tag: Im Tangorhythmus durch Buenos Aires

Die letzte Woche Ihrer Reise steht im Zeichen von Eleganz und Tanz: Buenos Aires macht den Anfang. Im gemäßigten Tangoschritt schreiten wir über die Plaza de Mayo, bevor wir am rosafarbenen Präsidentenpalast schwungvoll die Richtung wechseln, zum ehemaligen Hafen La Boca: Hier kreierten Einwanderer Tanz, Gesang und Lyrik. Heute geben sich hier Künstler ihrem Schaffen hin: Maler, Karikaturisten und natürlich Tänzer. Mittags stärken wir uns mit einem saftigen Steak und vielleicht einem Glas Malbec in einem Restaurant, dann bleibt Zeit für eigene Entdeckungen. Am Abend können Sie bei einer Tangoshow argentinisches Lebensgefühl entdecken (ca. 60 €).

24. Tag: Die Wasserfälle von Iguazú

Vom Rio de la Plata heben wir mit Aerolíneas Argentinas ab zum "Teufelsschlund" im Regenwald. Die Wasserfälle von Iguazú (UNESCO-Welterbe) stürzen an manchen Stellen über 80 m in die Tiefe. Weiße Gischt lässt den Sprühnebel tanzen, der braun schäumende Fluss Iguazú schiebt seine Fluten ohne Unterlass durch den grünen Dschungel. Über Weg und Steg, im Tanz der nassen Moleküle, spazieren wir auf der argentinischen Seite über die tosenden Wassermassen. Anschließend überqueren wir die Grenze nach Brasilien und bleiben über Nacht. Busstrecke 50 km.

25. Tag: Bem-vindo ao Brasil!

Das subtropische Paradies mit Blütenpracht und Schwärmen von Schmetterlingen reizt zum Frühsport: Noch einmal spüren wir den Wassernebel auf unserer Haut, tanken Sonne und blicken in den Rachen des Teufels. Nachmittags fliegen wir mit LATAM nach Rio de Janeiro. Verpatzte Fußball-WM, Skandale rund um Olympiabauten und nun ein Hardliner von Rechtsaußen an der Regierung – dem Charme von Rio kann das alles nichts anhaben. Gönnen Sie sich zur Ankunft erst mal eine Caipi oder eine Batida. Was möchten Sie am freien Abend unternehmen? Zwei Übernachtungen in Rio an der Copacabana.

26. Tag: Cristo, Corcovado & Co.

Die Zahnradbahn kurvt mit uns hinauf zum Corcovado. Im Schatten der monumentalen Christusstatue schauen wir auf grüne Hügel, Meer und Zuckerhut – was für ein Panorama! Zurück auf dem Boden der architektonischen Stile, schlendern wir zwischen futuristischer Pyramidenkathedrale, neobarockem Opernhaus und postmodernen Glastürmen. Dann einen frisch gepressten Suco: Lieber Saft aus Acai, Mango oder Acerola? Die fruchtige Auswahl kennt keine Grenzen. Der Nachmittag gehört Ihnen, probieren Sie Cocktails im altehrwürdigen Luxushotel Copacabana Palace oder sehen Sie den Profis beim Beachvolleyball an der Copacabana zu! Wenn Sie morgen früh nicht ganz so gut aus dem Bett kommen: Schuld war nur der Bossa nova!

27. Tag: Abschied von Rio und seinem Zuckerhut

Vormittags können Sie die Füße noch einmal in den warmen Sand stecken und auf den Wellen der Copacabana paddeln. Mittags essen wir in einer klassischen Churrascaria, feiern Abschied mit brasilianischem Barbecue, saftigem Rind vom Spieß. Wer Rio sagt, sagt Zuckerhut. Wir schweben über der Stadt, per Seilbahn geht's hinauf zum Hügel fürs finale Gruppenfoto – vielleicht drückt sogar das Girl from Ipanema auf den Auslöser. Haben Sie noch Platz im Koffer? Dann wäre jetzt Zeit für letzte Souvenirs. Am Abend übernimmt dann der Kranich; mit Lufthansa fliegen wir nach Frankfurt (Flugdauer ca. 11,5 Std.).

28. Tag: So gut wie zu Hause

Nachmittags Landung in Frankfurt.

Leistungen

Im Reisepreis enthalten

  • Bahnreise zum/vom Abflugsort in der 1. Klasse von jedem Bahnhof in Deutschland und Österreich
  • Linienflug mit Lufthansa (Economy, Tarifklasse K) von Frankfurt nach Bogotá und zurück von Rio nach Verfügbarkeit
  • Inlands- und Zwischenflüge (Economy) lt. Reiseverlauf
  • Flug-/Sicherheitsgebühren (ca. 145 €)
  • Transfers
  • Rundreise in landesüblichen Reisebussen (teilweise mit Klimaanlage), am 18. und 19. Tag in Jeeps
  • 26 Übernachtungen im Doppelzimmer, Hotels meist mit Klimaanlage und Swimmingpool
  • Frühstücksbuffet, 3 Mittagessen in Restaurants, 2 Mittagessen als Lunchbox, 9 Abendessen im Hotel, 2 Abendessen in Restaurants, Vollpension in der Amazonas-Lodge

bei Studiosus außerdem inklusive

  • Speziell qualifizierte Studiosus-Reiseleitung
  • Örtliche Führer
  • Zugfahrt nach Machu Picchu
  • Bootsfahrten auf dem Amazonas und dem Titicacasee
  • Seilbahnfahrten in Bogotá und La Paz
  • Eintrittsgelder
  • Einsatz des Studiosus-Audiosets
  • Trinkgelder im Hotel
  • Infopaket und Reiseliteratur (ca. 30 €)
  • Klimaneutrale Bus-, Bahn- und Bootsfahrten durch CO2-Ausgleich

Reisepapiere und Impfungen

Reisepass erforderlich. Keine Impfungen vorgeschrieben.

Einreisebestimmungen

Deutsche, Österreicher und Schweizer benötigen einen Reisepass, der noch mindestens sechs Monate über das Reiseende hinaus gültig sein muss.
Eventuell anfallende Visagebühren für andere Nationalitäten sind im Reisepreis nicht eingeschlossen.
Personen unter 18 Jahren müssen bei der Ein- und Ausreise nach Peru eine Geburtsurkunde vorweisen. Es wird empfohlen, eine internationale Geburtsurkunde bzw. eine beglaubigte englische oder spanische Übersetzung mitzuführen. Die internationale Geburtsurkunde ist nur im Standesamt am Geburtsort erhältlich. Minderjährige, die ohne ihre Eltern reisen, müssen weitere Dokumente mit sich führen. Bitte erkundigen Sie sich in diesem Fall beim zuständigen Konsulat.
Bitte schicken Sie das beiliegende Formular „Fragebogen - Wichtige Angaben zu Ihrer Person“ umgehend vollständig ausgefüllt an uns zurück. Falls wir die Passdaten nicht rechtzeitig vorliegen haben, können wir Ihnen den Zutritt nach Machu Picchu nicht garantieren.

Sicherheit geht vor!

Ergänzend zu den allgemeinen Sicherheitsinformationen in den Ländereinleitungsseiten unserer Kataloge übersenden wir Ihnen eine detailliertere Einschätzung der aktuellen Sicherheitslage Ihrer Reiseländer sowie die aktuell geltenden Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes.

Sicherheitseinrichtungen in den südamerikanischen Hotels

Bitte beachten Sie, dass in Südamerika die Sicherheitsanforderungen an die Hotelausstattung nicht dem mitteleuropäischen Standard entsprechen. Nicht immer weisen die Fensterbrüstungen und Geländer die in Deutschland vorgeschriebenen Höhen auf. In den meisten Hotels, die Sie auf Ihrer Reise besuchen werden, sind die Treppen- und Balkongeländer niedriger als 90 cm und die Zwischenräume im Geländer größer als 15 cm. An Steckdosen, Kabeln und Anschlüssen elektrischer Geräte muss mit einer fehlenden Isolierung gerechnet werden. Einige Hotels haben außerdem unregelmäßige Stufen, unebene, verwinkelte Gänge und Treppenabsätze in den Fluren. In den Außenanlagen gibt es z.T. Unebenheiten im Gelände. Bitte stellen Sie sich auf diese Gegebenheiten ein und lassen die nötige Vorsicht walten.
Weiterhin möchten wir Sie darauf hinweisen, dass die Heizungen in einzelnen Hotels nicht sehr leistungsfähig sind und es gegebenenfalls nachts kühl werden kann.

Sicherheitsgurte im Bus

Wir sind bei unseren Reisen mit technisch einwandfreien, gut gewarteten Bussen unterwegs. Diese entsprechen jedoch nicht immer dem Standard deutscher Reisebusse. Sicherheitsgurte sind nicht in allen Bussen oder nicht an allen Sitzplätzen vorhanden.
Sehr geehrter Reisegast,

Sicherheit auf Reisen ist ein wichtiges Thema, das wir als Reiseveranstalter sehr ernst nehmen. Wir betrachten es als unsere Pflicht, Sie über die derzeitige Sicherheitslage in den Ländern Südamerikas, die Sie auf Ihrer Reise besuchen, zu informieren und übersenden Ihnen daher zusammen mit diesem Schreiben den aktuellen Sicherheitshinweis des deutschen Auswärtigen Amtes zu Kolumbien, Peru, Bolivien und Brasilien. Die Sicherheitshinweise des österreichischen Außenministeriums und des Eidgenössischen Departments für Auswärtige Angelegenheiten (EDA) finden Sie im Internet unter www.bmaa.gv.at bzw. unter www.eda.admin.ch.
Die Sicherheitslage in Kolumbien hat sich in den letzten Jahren deutlich gebessert. Kritisch bleibt die Sicherheitslage auch nach Einschätzung des deutschen Auswärtigen Amtes weiterhin im Grenzgebiet zu Venezuela und Ecuador und entlang der Pazifikküste. Auf Reisen in diese Regionen verzichten wir selbstverständlich auch weiterhin.
Wie Sie dem Hinweis des Auswärtigen Amtes entnehmen können, ist in Peru wegen der im Vergleich zu Europa deutlich erhöhten Kriminalität und der Gefahr von bewaffneten Überfällen, vor allem nach Einbruch der Dunkelheit, besondere Umsicht erforderlich. Vor diesem Hintergrund verzichten wir auf Besuche von sozialen Brennpunkten und vermeiden in jedem Fall längere Fahrten nach Einbruch der Dunkelheit.
In Peru und vor allem in Bolivien können zudem soziale, ethnische und politische Spannungen immer wieder zu spontanen Protestaktionen und länger andauernden Straßenblockaden führen. Diese richten sich zwar nicht gegen Touristen, können aber zu Verzögerungen im Tagesprogramm und zu kurzfristigen Änderungen im Routen- und Besichtigungsablauf führen.
Rauschgiftdelikte werden in Bolivien streng geahndet, es drohen langjährige Haftstrafen.
Die innenpolitische Lage in Bolivien hat sich entspannt, dennoch sind weitere, auch gewaltsame Protestmärsche und Straßenblockaden v.a. in La Paz und auf dem Altiplano nicht auszuschließen. Durch gezielte Umroutungen und Programmänderungen vermeiden wir Blockaden und Protestversammlungen und fordern unsere Reiseleiter im ganzen Land zu erhöhter Wachsamkeit und zur Vermeidung von Orten mit größeren Menschenansammlungen auf.
Die allgemeine Sicherheitslage in Chile ist gut.
Argentinien gilt als vergleichsweise sicheres Reiseland. Die Wirtschaftsprobleme Argentiniens haben jedoch in den letzten Jahren auch in Buenos Aires zu einer Zunahme der Alltagskriminalität geführt, vorsichtiges Verhalten ist daher auch in der argentinischen Hauptstadt angeraten.
Brasilien ist zwar ein stabiles Reiseland, dennoch weist das Auswärtige Amt auf eine Gefährdung durch die sehr hohe Kriminalitätsrate hin. Besonders betroffen sind vor allem die Großstädte S„o Paulo, Rio de Janeiro, Recife und Belem. Aus Sicherheitsgründen verzichten wir auch in Brasilien auf Besuche von sozialen Brennpunkten und haben unsere Hotels nicht zuletzt nach dem Kriterium der Sicherheit ihres Standortes ausgewählt.
Im Interesse Ihrer Sicherheit bitten wir Sie, Ihr Verhalten der in allen Ländern Südamerikas vergleichsweise hohen Alltagskriminalität anzupassen. Bitte leisten Sie im Falle einer akuten Bedrohung keinen Widerstand und beachten Sie die weiterführenden Ratschläge, die Ihnen Ihr Reiseleiter zu Beginn der Reise gibt.
Unsere Erfahrung zeigt, dass umsichtiges Verhalten Ihrerseits sowie eine gut geplante Reise größtmögliche Sicherheit bietet.
Selbstverständlich beobachten wir zusammen mit unseren Partnern vor Ort die Situation im Land sehr aufmerksam. Sollte sich unsere Einschätzung oder die des Auswärtigen Amtes bis zu Ihrer Abreise ändern, werden wir Sie umgehend informieren. Auf keinen Fall werden wir Sie einer absehbaren Gefahr aussetzen, Sicherheit steht bei uns immer an erster Stelle.
Mit freundlichen Grüßen
Ihr Studiosus-Team
Stand: 15. April 2019
Sicherheitshinweis
Kolumbien
Unverändert gültig seit: 17. Juni 2019
Aktuelles
Von Reisen in die Grenzgebiete zu Venezuela wird aufgrund der aktuellen Ereignisse in Venezuela derzeit abgeraten. Es kann zu kurzfristigen Grenzschließungen kommen.
• Meiden Sie Menschenansammlungen weiträumig.
• Folgen Sie den Anweisungen lokaler Sicherheitskräfte.
Sicherheit
Von Reisen in folgende Departamentos bzw. Gebiete wird - mit Ausnahme von Fahrten auf Hauptstraßen zwischen Großstädten bei Tageslicht - dringend abgeraten:
- Norte de Santander (mit Ausnahme der Hauptstadt Cúcuta)
- Arauca (mit Ausnahme der gleichnamigen Hauptstadt)
- Vichada (mit Ausnahme der Hauptstadt Puerto Carreño)
- Guainía (mit Ausnahme der Hauptstadt Puerto Inírida)
- Guaviare (mit Ausnahme der Hauptstadt San José del Guaviare)
- Caquetá (mit Ausnahme der Hauptstadt Florencia)
- Östliche und südliche Teile von Meta (mit Ausnahme der Tourismusregion Caño Cristales)
- Putumayo (mit Ausnahme der Hauptstadt Mocoa)
- Nariño (außer der Hauptstadt Pasto und dem Grenzübergang Ipiales)
- Südlicher Teil des Valle del Cauca
- Chocó (außer dem Küstenstreifen zwischen Nationalpark Utría und Punta Arusi)
- Ländliche Regionen im Norden von Antioquia
- Süd-Córdoba und
- Süd-Bolívar
Terrorismus
Die Sicherheitslage in Kolumbien hat sich in den letzten Jahren erheblich verbessert. Der Friedensprozess mit der FARC wird trotz diverser Schwierigkeiten fortgesetzt. Guerillareste (ELN, EPL), FARC-Dissidenten sowie Gruppen aus dem Bereich der organisierten Kriminalität verüben weiter Gewalttaten und liefern sich Bandenkriege im Kampf um die Vorherrschaft in den Drogengebieten. Die genannten Gruppierungen sind in vielfältigen Deliktsfeldern (Drogenökonomie, illegaler Bergbau, Schmuggel, Erpressung, Entführung, Anschläge, Gewalt- und Tötungsdelikte usw.) aktiv und gehen aggressiv gegen Eindringlinge bzw. potentielle Opfer vor. Dies gilt insbesondere in den Grenzregionen Kolumbiens und in ländlichen, dünn besiedelten Gebieten. Dort ist die staatliche Kontrolle weiterhin nicht gewährleistet.
Auch wenn Touristen in der Regel nicht Ziel von Anschlägen sind, besteht die Gefahr von Kollateralschäden. Terroristische Anschläge auf touristische Ziele sind mit Ausnahme eines Anschlags in einem Einkaufszentrum in Bogotá im Juni 2017 in den letzten Jahren nicht vorgekommen.
• Seien Sie insbesondere an belebten Orten und bei besonderen Anlässen aufmerksam.
• Beachten Sie den weltweiten Sicherheitshinweis.

Innenpolitische Lage
Demonstrationen, Protestaktionen und Streiks können insbesondere in großen Städten in Kolumbien jederzeit stattfinden. Verkehrsbehinderungen und Straßenblockaden, auch vor Grenzübergängen
wie Ecuador sowie gewalttätige Ausschreitungen können dabei nicht ausgeschlossen werden.
• Informieren Sie sich über die lokalen Medien.
• Meiden Sie Demonstrationen und größere Menschenansammlungen weiträumig.
• Folgen Sie den Anweisungen lokaler Sicherheitskräfte.
Minengefahr
Guerilla und Drogenanbauer haben in weiten Landstrichen Landminen gelegt. Schon wenige Schritte neben geteerten Straßen und festen Schotterpisten besteht die Gefahr, auf eine Mine zu treten. Informationen zur Verteilung der verminten Gebiete finden sich z.B. unter DescontaminaColombia.
Im Grenzgebiet zu Venezuela muss auch auf befestigten Straßen mit Sprengfallen gerechnet werden, die Militärpatrouillen gelten, aber auch von zivilen Fahrzeugen ausgelöst werden und letale Wirkung entfalten können.
• Verlassen Sie Straßen außerhalb von Ortschaften möglichst nicht.
Kriminalität
In den Großstädten (Bogotá, Medellin, Barranquilla, Cali, Cartagena, Santa Marta usw.) ist die Sicherheitslage mit der in anderen lateinamerikanischen Metropolen vergleichbar.
Die Kriminalitätsrate (insbesondere Straßendiebstähle und Wohnungseinbrüche) und die allgemeine Gewaltbereitschaft sind hoch. Dies gilt sowohl für landschaftlich reizvolle Gegenden/Wanderwege als auch für die Hauptstadt Bogotá und Touristenzentren. Ein erhöhtes Überfallrisiko auf Touristen besteht auf der Straße Riohacha – Cabo de la Vela im nördlichsten Departamento La Guajira an der Karibikküste.
Örtliche Sicherheitskräfte empfehlen, die Strecke bis auf weiteres nur auf dem Hauptweg und mit von der Polizei eingerichteter Sicherheitsbegleitung zu befahren. Selbst tagsüber müssen Sie auch in belebten Straßen mit Raubüberfällen und Trickdiebstahl rechnen. Mit Einbruch der Dämmerung besteht bei Überfällen eine erhöhte Gefahr der Gewaltanwendung.
Bei Taxifahrten besteht die Gefahr, Opfer eines Raubüberfalls oder einer Kurzzeitentführung zu werden, bei der die Täter in der Regel Kreditkarten samt PIN abpressen, um an Geldautomaten Bargeld vom Konto des Opfers abzuheben. Orts- und sprachunkundigen Fahrgästen wiederfährt dies bisweilen sogar bei Benutzung der regulären gelben Taxis am Flughafen Bogotá.
Es kommt auch zum Einsatz von K.o.-Tropfen und ähnlichen Mitteln in Getränken, Esswaren, Süßigkeiten und Zigaretten, insbesondere in Bogotá und in Überlandbussen. Einige Touristen berichteten von untergeschobenen Drogen bei Straßenkontrollen.
? Meiden Sie bei Dunkelheit einsame Viertel und Straßen in größeren Städten und seien Sie abseits der Touristenzentren nicht alleine unterwegs.
? Leisten Sie bei einem Überfall auf keinen Fall Widerstand.
? Bewahren Sie Geld, Ausweise, Führerschein, Flugscheine und andere wichtigen Dokumente sicher auf.
? Bevorzugen Sie bargeldlose Zahlungen und nehmen Sie nur das für den Tag benötigte Bargeld und keine unnötigen Wertsachen mit.
? Seien Sie in größeren Menschenmengen wie an Flughäfen, Bahnhöfen, in der U-Bahn, im Bus besonders aufmerksam und achten Sie auf Ihre Wertsachen.
? Fahren Sie nicht per Anhalter und nehmen keine Anhalter mit.
? Stellen Sie Fahrzeuge stets auf bewachten Parkplätzen ab und lassen Sie keine Wertsachen oder Taschen sichtbar im Auto
? Halten Sie keine Taxis am Straßenrand an, sondern bestellen Sie sie per Telefon- oder Internetservice (z.B. die Taxi-App EASY TAPPSI), nutzen Sie Taxis an den autorisierten Taxiständen oder nutzen Sie einen Limousinenservice.
? Nehmen Sie keine Getränke, oder Esswaren von Fremden an und lassen Sie diese auch im Restaurant nicht unbeaufsichtigt
? Seien Sie bei ungewohnten E-Mails, Gewinnmitteilungen, Angeboten und Hilfsersuchen angeblicher Bekannter skeptisch. Teilen Sie keine Daten von sich mit, sondern vergewissern Sie sich ggf. persönlich oder wenden Sie sich an die Polizei.
Drogenkuriere
Reisende werden gegen ihren Willen und in Unkenntnis als „Drogenschmuggler“ missbraucht.
? Seien Sie besonders Vorsicht bei Lockangeboten z.B. über das Internet, um auf Kosten anderer eine Reise durchzuführen.
? Nehmen Sie kein Gepäck für Fremde mit und kontrollieren den Inhalt des eigenen Gepäcks, siehe auch Einreise und Zoll.
Naturkatastrophen
Kolumbien liegt in einer seismisch aktiven Zone. Im Bereich der Kordilleren im Westteil Kolumbiens ist mit einer erhöhten Erdbebengefahr zu rechnen. Auch gibt es einige aktive Vulkane.
Von April bis Mitte Juni und im Oktober und November ist in Kolumbien Regenzeit, in der es zu heftigen Regenfällen, häufig mit Überschwemmungen und Erdrutschen kommt.
An der Nordküste am karibischen Meer ist von Juni bis Dezember Wirbelsturmsaison.
? Beachten Sie stets Verbote, Hinweisschilder und Warnungen sowie die Anweisungen lokaler Behörden.
? Machen Sie sich mit Verhaltenshinweisen bei Erdbeben, Vulkanen und Tsunamis vertraut. Diese bietet das Deutsche GeoForschungsZentrum.
? Beachten Sie die Hinweise zu vulkanischen Aktivitäten des Servicio Geológico Colombiano.
? Zu regionalen Überschwemmungen und Erdrutschen nach schweren Regenfällen sindfinden Sie bei der kolumbianischen Behörde für nationalen Katastrophenschutz UNGRD aktuelle Informationen.
Weltweiter Sicherheitshinweis
Es wird gebeten, auch den weltweiten Sicherheitshinweis zu beachten. http://www.auswaertiges-amt.de/DE/Laenderinformationen/WeltweiterSiHi_node.html

Sicherheitshinweis

Peru
Unverändert gültig seit: 17. April 2019
Landesspezifische Sicherheitshinweise
Innenpolitische Lage
In Peru kommt es landesweit immer wieder regional zu sozialen Unruhen mit kurzfristig organisierten und unangekündigten Straßenblockaden, die schnell eskalieren und sich auch gegen Reisende richten können. In jüngerer Zeit waren auch die häufig von Touristen besuchten Regionen um Puno am Titicacasee und Cusco sowie Arequipa betroffen.
Reisende sollten Demonstrationen sowie die Elendsviertel in Großstädten grundsätzlich meiden.
Im Kampf gegen den Drogenhandel wurde in einigen Provinzen der Notstand ausgerufen. Betroffen sind Provinzen des sogenannten VRAEM, Gebiet der Flüsse Ene, Apurímac und Mantaro und Grenzgebiete zu Kolumbien und Brasilien. Polizei und Streitkräfte verfügen über weitreichende Sonderrechte, es kommt dort dennoch weiterhin zu Überfällen bewaffneter Gruppen auf Angehörige und Einrichtungen der Sicherheitskräfte. Mit Einschränkungen im Reiseverkehr ist zu rechnen.
Kriminalität
Das Risiko, in Peru Opfer von Überfällen, Diebstählen oder Entführungen zu werden, ist erhöht.
Von nächtlichen Bus- und Überlandfahrten wird abgeraten. Insbesondere in den Regionen um Ica, Arequipa, Puno, sowie zwischen Puerto Maldonado und Cusco können nächtliche Überfälle auf Überlandbusse, vereinzelt mit sexuellen Übergriffen und Waffengewalt verbunden, nicht ausgeschlossen werden. In der Region um Puerto Maldonado erfolgten im Frühjahr 2019 vereinzelte Raubüberfalle auf Touristengruppen als auch auf ein Hotel. Auch auf den Strecken von Huánuco über Tingo Maria - Tocache nach Tarapoto und weiter nach Yurimaguas bzw. nach Pucallpa ist die Gefahr eines Überfalls auf Überlandreisende besonders hoch, so dass von der Benutzung abgeraten wird.
In Lima wird abends zu besonderer Vorsicht in der Innenstadt und in den von Touristen häufig besuchten Bezirken Miraflores und Barranco geraten. Auch auf Märkten und in Busstationen sind Diebstähle häufig. Beim Besuch von Bars und Diskotheken kommt es zum Einsatz von K.O.-Tropfen, so dass empfohlen wird, eigene Getränke nicht unbeaufsichtigt zu lassen und auf keinen Fall Getränke von Unbekannten anzunehmen.
Besonders in Lima, Arequipa und Cusco ist bei der Auswahl der Taxis Vorsicht geboten, da auch Taxifahrer gelegentlich in Verbrechen wie Raub und Vergewaltigung involviert sind. Es sind Fälle von sog. Express-Entführungen vorgekommen, die darauf abzielen, Reisende zu zwingen, mit ihren Kreditkarten an Geldautomaten Geld abzuheben.
Reisende sollten nur Taxis von offiziell zugelassenen Unternehmen benutzen oder diese rufen lassen und kein Taxi von der Straße nehmen.
Reisende sind zudem wiederholt während des Taxitransfers vom Flughafen Lima „Jorge Chavez“, der am Rande der Stadt in Callao liegt, oder bei Ankunft am Fahrtziel beraubt worden. Der Flughafentransfer nach Lima sollte nur über die innerhalb des Ankunftsbereichs ansässigen,
lizensierten Taxi- und Busgesellschaften organisiert werden.
Reisende sollten vor allem nachts möglichst nicht allein unterwegs sein und sich immer in gut beleuchteten Straßen und Zonen aufhalten, bei Überfällen keine Gegenwehr leisten oder die Täter provozieren.
Bei der Wahl der Unterkunft ist auf Sicherheitsaspekte wie Nachtwächter, Hotelsafe und Zimmertelefon zu achten. Bei Bahn- und Busreisen sollten Wertsachen nicht im Handgepäck, sondern am Körper getragen werden.
Auf das öffentliche Vorzeigen von großen Geldbeträgen oder wertvollem Schmuck und Uhren sollte verzichtet bzw. in Fahrzeugen diese außer Sichtweite aufbewahrt werden.
Die Policía de Turismo (Touristenpolizei) kann in der Calle General Vidal 230, Miraflores, 15074 Lima, Telefon: +511 4601060 oder +511 4600849, 4600921 erreicht werden. Neben den örtlichen Polizeidienststellen kann die Touristenpolizei unabhängig vom Tatort in allen Notfällen angesprochen werden, z.B. auch Abgabe einer Anzeige bei Raub oder Diebstahl.
Naturkatastrophen
Peru liegt in einer seismisch aktiven Zone. Es kommt deshalb häufig zu vulkanischen Aktivitäten und
zum Teil stärkeren Erdbeben, wie im August 2016 in der Provinz Caylloma und im Januar 2018 im Süden Perus. Im August 2007 forderte ein Erdbeben in der Region Ica Hunderte von Todesopfern.
Der Vulkan Sabancaya im Süden des Landes ist weiter aktiv. Für Anwohner in der Region wird regelmäßig ein sogenannter Aschestreualarm ausgelöst. Bisher kommt es zu keinen Einschränkungen im Reiseverkehr in dieser Region. Aktuelle Informationen erteilt das peruanische geophysikalische Institut IGP (in spanischer Sprache). Informationen zum Verhalten bei Erdbeben, Vulkanen und Tsunamis bietet das Deutsche GeoForschungsZentrum.
Starke Regenfälle besonders in den Monaten November bis April können zu Überschwemmungen und Erdrutschen und in der Folge zu Behinderungen im Reiseverkehr führen. Reisende sollten sich über lokale Lage über die Medien informiert halten und Hinweise der staatlichen Behörde für Katastrophenschutz (INDECI) beachten. Die über 30 landesweiten Büros von „iPeru“ helfen rund um die Uhr weiter.

Drogenkuriere
Reisende können gegen ihren Willen und in Unkenntnis als „Drogenschmuggler“ missbraucht werden. Besondere Vorsicht gilt bei Lockangeboten z.B. über das Internet, um auf Kosten anderer eine Reise durchzuführen, ebenso sollten Reisende kein Gepäck für Fremde mitnehmen und den Inhalt des eigenen Gepäcks kontrollieren, siehe auch Besondere strafrechtliche Vorschriften.
Krisenvorsorgeliste
Deutschen Staatsangehörigen wird empfohlen, sich in der Krisenvorsorgeliste (https://elefand.diplo.de/elefandextern/home/login!form.action) einzutragen, um im Notfall eine schnelle Kontaktaufnahme zu ermöglichen. Pauschalreisende werden in der Regel über die Reiseveranstalter über die Sicherheitslage im Reiseland informiert.
Weltweiter Sicherheitshinweis
Es wird gebeten, auch den weltweiten Sicherheitshinweis zu beachten.

Sicherheitshinweis

Bolivien
Unverändert gültig seit: 1. März 2019
Aktuelle Hinweise
Anhaltende Regenfälle haben in mehreren Landesteilen zu Überschwemmungen und Erdrutschen geführt und auch schon Todesopfer gefordert. Es wurde der nationale Notstand ausgerufen.
Teilweise sind Gebiete und Routen betroffen, die bei touristischen Rundreisen beliebt sind.
Reisende werden gebeten, sich über die Entwicklung für ihre Reiseplanung über lokale Medien informiert zu halten und Anweisungen der Sicherheitskräfte unbedingt Folge zu leisten. Aktuelle Informationen zu Sperrungen in spanischer Sprache bietet die Administradora Boliviana de Carreteras.
Landesspezifische Sicherheitshinweise
In Bolivien kommt es immer wieder regional zu sozialen Unruhen, die schnell eskalieren können. Die Reisemöglichkeiten können dadurch in den betroffenen Gebieten jederzeit zeitlich und räumlich stark eingeschränkt sein, z.B. durch Straßenblockaden. Von Versuchen, diese zu durchbrechen, wird dringend abgeraten. Reisende in Bolivien sollten daher die Medienberichte aufmerksam verfolgen, sich bei ihren Reisebüros rückversichern und ihre Reiseplanung entsprechend anpassen. Reisenden wird dringend empfohlen, Protestveranstaltungen und Menschenansammlungen im ganzen Land unbedingt zu meiden.
Kriminalität
Die Kriminalität in Bolivien hat in den letzten Jahren zugenommen. So gab es vermehrt Vorfälle mit allein reisenden, ausländischen Touristen, die bei der Ankunft am Busbahnhof in La Paz oder am Flughafen in El Alto von falschen Taxifahrern in entlegene Stadtteile gefahren wurden und dort, unter Mithilfe von falschen Polizisten in Uniform mit dem Vorwand, eine Antidrogenkontrolle durchführen zu wollen, ausgeraubt und unter Androhung von Gewalt zur Herausgabe der Kreditkarten und der PIN-Nummer gezwungen wurden (sog. „Expressentführungen“). Es gab Fälle, in denen Personen hierfür sogar einige Tage festgehalten wurden. Ähnliche Fälle wurden auch aus anderen bolivianischen Großstädten berichtet.
Von Polizisten sollten sich Reisende stets Dienstausweise zeigen lassen. Falsche Polizisten, die mit anderen Personen zusammenarbeiten, die sich z.B. als südamerikanische Touristen ausgeben, wollen Ausweise kontrollieren oder Touristen angeblich zu Polizeistationen bringen, um Reisende auszurauben. Personenkontrollen auf offener Straße/Plätzen kommen im Allgemeinen nicht vor.
Es wird dringend geraten, nur auf bekannte Funk-Taxi- und Busunternehmen zurückzugreifen und keine Taxis auf der Straße heran zu winken, insbesondere nicht nachts. In aller Regel fordern Restaurants, Hotels, Kneipen usw. auf Wunsch des Gastes ein Funk-Taxi (Radio-Taxi) an. Außerdem sollte man in der Öffentlichkeit keine großen Bargeldsummen bei sich führen, Ausweispapiere und Geld sollten gut verborgen bei sich getragen werden, echter Schmuck, teure Uhren etc. sollten gar nicht getragen werden.
Besuchern von Bars und Diskotheken werden K.O.-Tropfen verabreicht und dann ausgeraubt. Auch Fälle von Vergewaltigungen während der Bewusstlosigkeit der Opfer wurden bekannt.
Es sollten grundsätzlich nie von Fremden angebotene offene Getränke oder Speisen angenommen werden.
Drogenkriminalität ist in Bolivien verbreitet. Von Erwerb, Besitz, Konsum, Handel und der Ausfuhr von Drogen und Drogenprodukten aller Art wird dringend abgeraten. Rauschgiftdelikte werden in Bolivien streng geahndet, es drohen langjährige Haftstrafen.
In diesem Zusammenhang wird - insbesondere wegen des nicht abschätzbaren Risikos für die Gesundheit - auch dringend davon abgeraten, an schamanischen Zeremonien (z.B. Ayahuasca-Zeremonie) teilzunehmen, bei denen halluzinogene Pflanzen verwendet werden.
Naturkatastrophen
Die Auswirkungen von Erdbeben, die zumeist ihr Epizentrum in Chile oder Peru haben, sind gelegentlich in unterschiedlicher Intensität auch in den verschiedenen Landesteilen Boliviens zu spüren. Informationen zum Verhalten bei Erdbeben bietet das Merkblatt des Geoforschungszentrums Potsdam , Vulkanen und Tsunamis bietet das Deutsche GeoForschungsZentrum.
In der Regenzeit, die normalerweise von Dezember bis März dauert, kann es insbesondere in gebirgigen Regionen zu Überflutungen und Erdrutschen kommen.
Krisenvorsorgeliste
Deutschen Staatsangehörigen wird empfohlen, sich in die Krisenvorsorgeliste (http://elefand.diplo.de) einzutragen, um im Notfall eine schnelle Kontaktaufnahme zu ermöglichen.
Weltweiter Sicherheitshinweis
Es wird gebeten, auch den weltweiten Sicherheitshinweis zu beachten:
<http://www.auswaertiges-amt.de/DE/Laenderinformationen/WeltweiterSiHi_node.html>
Allgemeine Reiseinformationen
Infrastruktur/Straßenverkehr
Der Flugverkehr in Bolivien wird gelegentlich durch kurzfristige Streichung von Flügen und erhebliche Verspätungen beeinträchtigt.
Das Eisenbahnnetz, das nur einen geringen Teil des Landes abdeckt, ist für Reisen über längere Strecken nur bedingt geeignet.
Das Land ist verkehrsmäßig wenig erschlossen. Es gibt nur auf Hauptverkehrsrouten asphaltierte Landstraßen. Alle anderen Verbindungswege (Schotterpisten, Geröll- und Feldwege; wenige Brücken) sind während der Regenzeit (Dezember bis März) oft tagelang nicht passierbar. Reisenden wird geraten sich vor Ort über die aktuelle Situation zu informieren.
In Bolivien kam es wiederholt zu schweren Busunglücken, bei denen Todesopfer zu beklagen waren. Bei Überlandreisen mit dem Bus wird geraten, nur mit bekannten Busunternehmen zu fahren. Von Nachtfahrten per Bus wird dringend abgeraten.
Aufgrund der besonderen Gefährdungssituation wird von Überlandfahrten mit Pkw bei Dunkelheit ab. Die Straßen sind in der Regel nicht beleuchtet und vielfach in schlechtem Zustand. Viele Verkehrsteilnehmer, oft auch Busse, fahren ohne Licht oder mit nur unzureichender Beleuchtung.
Bei der Anmietung von Pkw für Überlandfahrten ist es - auch im Hinblick auf das Vorgehen bei Verkehrsunfällen ratsam, einen Pkw mit Fahrer anzumieten, siehe auch Besondere strafrechtliche Vorschriften.
Dies gilt besonders für Fahrten abseits der Hauptverkehrsstrecken, da sich in abgelegenen Gebieten ohne befestigte Straßen und unzulängliche Beschilderung die Orientierung extrem schwierig gestalten kann. Auch handelsübliche Navigationssysteme und Landkarten bieten häufig keine ausreichende Sicherheit. Ohne ortskundigen Fahrer sind Gefahren (z.B. während der Regenzeit, auf dem Salar de Uyuni u.a.) nur schwer einzuschätzen.
Es gibt eine gesetzliche Regelung, nach der Fahrzeuge mit ausländischen Kennzeichen höhere Benzinpreise als Fahrzeuge mit bolivianischen Kennzeichen zahlen müssen. In der Praxis bedeutet dies, dass viele Tankstellen nicht wissen, wie sie diese Preise abrechnen sollen und sich daher zum Teil weigern, an ausländische Fahrzeuge Benzin zu verkaufen.
Versorgung im Notfall
Reisende sollten auf einen ausreichenden Reisekrankenversicherungsschutz achten, der im Notfall auch einen Rettungsflug nach Deutschland abdeckt.

Sicherheitshinweis

Brasilien
Unverändert gültig seit: 10. April 2019
Landesspezifische Sicherheitshinweise
Aktuelle Hinweise
Von Reisen in die Grenzgebiete zu Venezuela wird aufgrund der aktuellen Ereignisse in Venezuela derzeit abgeraten. Es kann zu kurzfristigen Grenzschließungen kommen.
Reisende sollten größere Menschenansammlungen meiden und den Anweisungen von Sicherheitskräften unbedingt Folge leisten.
Kriminalität
Die Gefahr, Opfer eines Raubüberfalls oder eines anderen Gewaltverbrechens zu werden, ist in Brasilien insgesamt erheblich höher als in Westeuropa. Besonders Großstädte wie Belém, Porto Alegre, Recife, Salvador, Fortaleza, S„o Luiz, Maceio, Rio de Janeiro und S“o Paulo weisen hohe Kriminalitätsraten auf. Grundsätzlich ist Vorsicht angebracht, auch in als sicher geltenden Landes- oder Stadtteilen. Besonders stark von Kriminalität und Gewalt betroffen sind Armensiedlungen (Favelas). Vor dem Hintergrund verstärkt auftretender Gewaltakte in den Favelas Rio de Janeiros wird von Besuchen von Favelas dringend abgeraten. Diese Gebiete werden teilweise von Kriminellen und Drogenbanden kontrolliert. Bewaffneten Auseinandersetzungen, auch mit der Polizei, fallen häufig auch Unbeteiligte zum Opfer. Eine Häufung krimineller Zwischenfälle ist vor allem in weniger belebten Straßen der Innenstädte, an Stränden sowie auf Zubringerautobahnen zu den Flughäfen zu verzeichnen. In größeren Flughäfen können Taxis auch schon im Flughafengebäude gebucht und bezahlt werden, was mit höherer Sicherheit verbunden ist. Bei der Reise sollten Ausweispapiere nicht im Gepäck aufbewahrt sondern am Körper getragen werden. Am Zielort ist es empfehlenswert, die Originale der Ausweispapiere im Safe des Hotels zu lassen und nur Kopien und eine Broschüre/Visitenkarte des Hotels mit sich zu führen. Laptops sollten unauffällig, z.B. in einer verschließbaren Reisetasche, verstaut oder auch in den Safe gelegt werden.
Es wird empfohlen, auf auffällige Kleidung, Uhren und (Mode-) Schmuck zu verzichten und Geld und Wertsachen (Kameras, Uhren, Smartphones etc.) nur im erforderlichen Umfang mitzunehmen und verdeckt zu tragen.
Bei Überfällen sollte kein Widerstand geleistet werden. Die oft unter Drogeneinfluss stehenden Täter sind in aller Regel bewaffnet und schrecken vor Gewaltanwendung auch aus nichtigem Anlass nicht zurück. Es ist ratsam, stets einen geringeren Geldbetrag zur widerstandslosen Herausgabe mitzuführen.
Auf Straftaten im Umfeld der Prostitution (Diebstähle, Raub, Überfälle etc.) wird besonders hingewiesen. Berüchtigt ist die Verabreichung von Getränken mit Schlaf- bzw. willensverändernden Mitteln. Es wird dringend empfohlen, vor allem in Bars und anderen Lokalitäten Getränke nie unbeaufsichtigt zu lassen. Von der Mitnahme von Prostituierten oder flüchtigen Bekannten in das eigene Hotelzimmer wird ausdrücklich abgeraten.
Zur Verringerung des Risikos, Opfer eines - nicht selten auch vorgetäuschten - Verkehrsunfalls oder Fahrzeugraubs zu werden, sollte von Überlandfahrten in der Nacht abgesehen werden. Insistieren Sie nicht auf Ihr Vorfahrtsrecht. Im Stadtverkehr sollten die Fenster des Fahrzeugs geschlossen, die Türen verriegelt und Wertgegenstände außer Sichtweite verstaut werden. An Ampeln und im stockenden Verkehr wird zur besonderen Vorsicht geraten. Bei drei- oder mehrspurigen Straßen empfiehlt es sich, die mittlere Spur zu nutzen.
Zur Hauptverkehrszeit kommt es in überfüllten Bussen und Zügen häufiger zu Taschendiebstählen.
Insbesondere nachts sind Taxis öffentlichen Verkehrsmitteln vorzuziehen.
Weiterhin wird vereinzelt von Überfällen bei auch geführten Bootsfahrten im Amazonasgebiet berichtet. Auch hier gilt, auf die Mitnahme von Wertgegenständen zu verzichten und keine Gegenwehr zu leisten.
Reisenden wird empfohlen, stets ein Ausweisdokument (in Kopie) mit sich zu führen und den Anweisungen der Sicherheitsýbehörden zu folgen.
Innenpolitische Lage
In Brasilien finden - zumeist in den großen Städten - immer wieder unerwartet Demonstrationen statt, die in der Vergangenheit vereinzelt zu Ausschreitungen geführt haben. Dies gilt insbesondere für die Hauptstadt Brasilia, S„o Paulo, Rio de Janeiro sowie daneben für andere Großstädte des Landes. Es wird empfohlen, sich von Demonstrationen und Menschenansammlungen fernzuhalten und sich besonders umsichtig zu verhalten. Die Medienberichterstattung sollte aufmerksam verfolgt werden.
Rio de Janeiro
In ganz Rio de Janeiro, auch in den beliebten Stadtvierteln Copacabana, Ipanema, Leblon, Botafogo, Santa Teresa und im Ausgehviertel Lapa ereignen sich immer wieder Diebstähle und Überfälle, auch tagsüber. Die Täter, die teilweise in Gruppen agieren, haben es insbesondere auf Mobiltelefone, Schmuck, Scheckkarten und Bargeld abgesehen. Nach Einbruch der Dunkelheit ist vermehrte Wachsamkeit geboten.
Das Zentrum (Centro) Rios ist nach Geschäftsschluss am Samstag und Sonntag sowie an Feiertagen unbelebt und nicht sicher. Die oft menschenleeren Straßen der Innenstadt sollten daher am Wochenende, feiertags und nachts gemieden werden.
Von nächtlichen Strandspaziergängen wird dringend abgeraten.
Vor dem Hintergrund immer wieder aufflammender Schusswechsel, bei denen oft auch Unbeteiligte zu Schaden kommen, wird von einem Besuch aller Favelas von Rio de Janeiro, auch derjenigen im Bereich der Südzone und des Zentrums, dringend abgeraten.
Wanderungen in den Naturparks in und außerhalb der Stadt sollten nach Möglichkeit nur in Gruppen und auf markierten und belebten Wegen unternommen werden.
S“o Paulo
In S„o Paulo ist das historische Stadtzentrum um die Praça da Sé (vor der Kathedrale) unter der Woche nachts sowie nach Geschäftsschluss am Wochenende unbelebt und nicht sicher; gleiches gilt für die Gegend um die belebte Metro-Station “Estaçao da Luz„, die man zu den genannten Zeiten meiden sollte. Im Stadtzentrum gibt es viele Obdachlose, die zum Teil drogensüchtig sind und Passanten zuweilen belästigen.
Auch bewaffnete Überfälle und Blitzentführungen in bevorzugten, besseren Wohngegenden haben zugenommen und führen nicht selten zu Schusswechseln mit privaten Sicherheitskräften oder Polizisten (häufig auch in Zivil), auch tagsüber, so dass erhöhte Aufmerksamkeit im gesamten Stadtgebiet angezeigt ist.
Recife und der Nordosten
Auf Grund der in den letzten Jahren häufiger auftretenden gezielten Überfälle auf Busse wird empfohlen, im Stadtgebiet von Recife die öffentlichen Verkehrsmittel zu meiden und grundsätzlich Taxis oder Uber zu benutzen. Bewaffnete Überfälle auf Überlandbusse sind auch keine Seltenheit im Nordosten und daher ist besondere Vorsicht geboten. Nachtfahrten in Überlandbussen sollten vermieden werden.
Ceará und Fortaleza
Nach einer Welle von Gewalttaten gegen öffentliche Einrichtungen und das öffentliche Verkehrsnetz sind die Mobilität und das öffentliche Leben m Bundesstaat Ceará und seiner Hauptstadt Fortaleza nach wie vor teilweise eingeschränkt. Bei der Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel und Reisen in das Landesinnere ist Vorsicht geboten. Fußwege im Dunkeln sollten vermieden werden.
Drogenkuriere
Reisende werden gegen ihren Willen und in Unkenntnis als “Drogenschmuggler„ missbraucht. Vor Lockangeboten z.B. über das Internet, um auf Kosten anderer eine Reise durchzuführen, wird gewarnt, ebenso sollten Reisende kein Gepäck für Fremde mitnehmen und den Inhalt des eigenen Gepäcks kontrollieren, siehe auch Besondere strafrechtliche Vorschriften.
Naturkatastrophen
In der Regenzeit, die im Süden und Südosten von November bis Anfang April und im Nordosten von April bis Juli andauert, kommt es regelmäßig zu Überschwemmungen und Erdrutschen sowie in der Folge zu erheblichen Verkehrsbehinderungen durch unpassierbare Straßen und Brücken.
Reisende sollten sich regelmäßig über die Wetter- und Straßenlage informieren, insbesondere, wenn Reisen über Land anstehen, und die Hinweise lokaler Behörden beachten.
Weltweiter Sicherheitshinweis
Es wird gebeten, auch den weltweiten Sicherheitshinweis zu beachten.

Haftungsausschluss

Reise- und Sicherheitshinweise beruhen auf den zum angegebenen Zeitpunkt verfügbaren und als vertrauenswürdig eingeschätzten Informationen des Auswärtigen Amts. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit sowie eine Haftung für eventuell eintretende Schäden kann nicht übernommen werden. Gefahrenlagen sind oft unübersichtlich und können sich rasch ändern. Die Entscheidung über die Durchführung einer Reise liegt allein in Ihrer Verantwortung. Diese kann Ihnen vom Auswärtigen Amt nicht abgenommen werden. Hinweise auf besondere Rechtsvorschriften im Ausland betreffen immer nur wenige ausgewählte Fragen. Gesetzliche Vorschriften können sich zudem jederzeit ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon unterrichtet wird. Die Kontaktaufnahme mit der zuständigen diplomatischen oder konsularischen Vertretung des Ziellandes wird im Zweifelsfall empfohlen.
Das Auswärtige Amt rät dringend, die in den Reise- und Sicherheitshinweisen enthaltenen Empfehlungen zu beachten sowie einen Auslands-Krankenversicherungsschutz mit Rückholversicherung abzuschließen. In diesem Zusammenhang wird darauf hingewiesen, dass Ihnen Kosten für erforderlich werdende Hilfsmaßnahmen in Rechnung gestellt werden. Dies sieht das Konsulargesetz vor.
Auswärtiges Amt
Bürgerservice
Arbeitseinheit 040
D-11013 Berlin
Tel.: (030) 5000-2000
Fax: (030) 5000-51000

Gesundheitshinweise

Im folgenden Text zitieren wir die medizinischen Hinweise des deutschen Auswärtigen Amtes, die Sie für die einzelnen Länder auch im Internet unter www.diplo.de/gesuenderreisen finden können.
Der Übersicht halber haben wir die Hinweise zusammengefasst.
Falls Sie Fragen zu prophylaktischen Maßnahmen zum Schutz Ihrer Gesundheit auf der Reise haben, wenden Sie sich bitte an Ihren Hausarzt oder an ein Gesundheitsamt in Ihrer Nähe.
Die Beratungsstelle des renommierten Bernhard-Nocht-Instituts in Hamburg bietet eine telefonische Reiseberatung zu allen auf der Reise wichtigen gesundheitlichen Themen an. Sie werden zu einem Wunschtermin durch einen Berater oder Arzt zurückgerufen, der dann Ihre individuellen Fragen beantwortet. Dieser Service kostet 9 € pro Anruf und die Zahlung wird online abgewickelt. Weitere Informationen unter www.gesundes-reisen.de/beratung_und_produkte
Hinweise des Auswärtigen Amtes zu seinen medizinischen Reiseinformationen
Bitte beachten Sie, dass das Auswärtige Amt keine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der medizinischen Informationen übernehmen kann.
Die Angaben sind gemäß Auswärtigem Amt:
- Information medizinisch Vorgebildeter. Sie ersetzen nicht die Konsultation des Arztes
- auf die direkte Einreise aus Deutschland in ein Reiseland, insbesondere bei längeren
Aufenthalten vor Ort zugeschnitten. Für kürzere Reisen, Einreisen aus Drittländern
und Reisen in andere Gebiete des Landes können Abweichungen gelten
- immer auch abhängig von den individuellen Verhältnissen des Reisenden zu sehen. Eine
vorherige medizinische Beratung durch einen Arzt/Tropenmediziner ist zu empfehlen
- trotz größtmöglicher Bemühungen immer nur ein Beratungsangebot. Sie können weder alle
medizinischen Aspekte abdecken, noch alle Zweifel beseitigen oder immer aktuell sein

Südamerika

Aktuelle Hinweise
Gelbfieber
Kolumbien verlangt bei der direkten Einreise aus Deutschland zwar keinen Nachweis einer Gelbfieberimpfung, dennoch wird die Impfung allen Reisenden dringend empfohlen, bevor sie in Kolumbien in ein Gebiet reisen, in dem Gelbfieber vorkommt. Hierzu gehören Gebiete unterhalb 2.300m.
In Peru ist das gesamte peruanische Amazonasgebiet Gelbfieber-Endemie-Gebiet
Aufgrund eines aktuellen Gelbfieberausbruchs hat Bolivien seine Ein- und Ausreisebestimmungen im Hinblick auf Gelbfieberimpfnachweise verschärft.
Ein Gelbfieberimpfnachweis wird bei Einreise ab dem vollendeten 12. Lebensmonat bei Einreise aus einem Gelbfieberübertragungsgebiet (siehe www.who.int) verlangt. Alle Gebiete in Bolivien
unterhalb von 2.300m und damit u.a. der gesamte bolivianische Amazonas sind Gelbfieberübertragungsgebiet. Daher wird grundsätzlich allen Reisenden dringend eine Gelbfieberimpfung empfohlen, bevor sie in diese Gebiete reisen.
In Argentinien besteht ein Gelbfieberinfektionsrisiko vor allem an den Iguazu-Wasserfällen.
Die Gelbfieberübertragungsgebiete mit Infektionen verschieben sich in Brasilien weiter in die östlichen Landesteile. Nur noch wenige Gebiete sind derzeit gelbfieberfrei bzw. bisher ohne gemeldete Fälle. Die Anzahl der bestätigten Fälle steigt an, insbesondere in den Bundesstaaten S„o Paulo, Rio de Janeiro, Minas Gerais und im Hauptstadtdistrikt. Siehe auch Disease Outbreak News der WHO.
Es ist zu beobachten, dass die Länder in der Region Süd- und Mittelamerika verstärkte Kontrollen durchführen und sich Einreisebestimmungen ändern. Für die reisemedizinische Beratung wird empfohlen, bei der Impfindikation den genauen Reiseverlauf der Patienten, die aktuellen epidemiologischen Daten und auch mögliche Weiterreisen zu beachten. Im Zweifel empfiehlt das Auswärtige Amt die Impfung. Reisenden sollten bei Unsicherheit Ihren Tropen- oder Reisemediziner kontaktieren.
Die Gelbfieberimpfung ist ab dem 10. Tag im internationalen Reiseverkehr gültig. Eine Gelbfieberimpfbefreiung ist nur durch eine einschlägige schriftliche ärztliche Stellungnahme möglich.
Zika Virus
In der Region wird seit 2015 eine deutliche Zunahme von durch Mücken übertragbaren Zika-Virus-Infektionen beobachtet, die klinisch ähnlich wie Dengue-Fieber verlaufen, allerdings für ungeborene Kinder eine Gefahr darstellt. Eine Impfung, eine Chemoprophylaxe oder eine spezifische Therapie stehen absehbar nicht zur Verfügung.
Das Auswärtige Amt empfiehlt daher Schwangeren und Frauen, die schwanger werden wollen, in Abstimmung mit der Deutschen Gesellschaft für Tropenmedizin und Internationale Gesundheit (DTG) sowie dem Robert-Koch-Institut von vermeidbaren Reisen in Zika-Virus-Ausbruchsgebiete abzusehen, da ein Risiko frühkindlicher Fehlbildungen bei einer Infektion der Frau gegeben ist.
Bei unvermeidbaren Reisen muss auf eine ganztägige konsequente Anwendung persönlicher Schutzmaßnahmen zur Vorbeugung von Mückenstichen geachtet werden.
Weitere Informationen zur Zika-Virus-Infektion und deren Prävention finden Sie im Merkblatt des Gesundheitsdienstes des Auswärtigen Amts.
Genereller Impfschutz
Es wird empfohlen, die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes für Kinder und Erwachsene anlässlich einer Reise zu überprüfen und zu vervollständigen, siehe www.rki.de. Dazu gehören auch für Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten), ggf. auch gegen Mumps, Masern, Röteln (MMR), Influenza, Pneumokokken. und Herpes Zoster (Gürtelrose). Als Reiseimpfungen werden Impfungen gegen Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch gegen Hepatitis B, Tollwut und Typhus empfohlen.
Denguefieber
Dengue wird in weiten Teilen der bereisten Länder (in Chile nur Osterinsel) durch den Stich der tagaktiven Mücke Aedes aegypti übertragen. Die Erkrankung geht in der Regel mit Fieber, Hautausschlag und ausgeprägten Gliederschmerzen einher.
In seltenen Fällen treten insbesondere bei Kindern der Lokalbevölkerung zum Teil schwerwiegende Komplikationen inkl. möglicher Todesfolge auf. Diese sind jedoch bei Reisenden insgesamt extrem selten.
Vor allem in Argentinien und Brasilien sind im Vergleich zum Vorjahreszeitraum deutliche Anstiege der Fallzahlen beobachtet worden.
Da es derzeit weder eine Impfung bzw. Chemoprophylaxe noch eine spezifische Therapie gegen diese Virusinfektionen gibt, besteht die einzige Möglichkeit zur Vermeidung dieser Virusinfektion in der konsequenten Anwendung persönlicher Maßnahmen zur Minimierung von Mückenstichen (s.u.).
Malaria
Die Übertragung erfolgt durch den Stich abend- und nachtaktiver Anopheles-Mücken. Unbehandelt verläuft insbesondere die Malaria tropica nicht selten tödlich. Die Malaria-Erkrankung kann auch noch Wochen bis Monate nach dem Aufenthalt ausbrechen. Beim Auftreten von Fieber in dieser Zeit ist ein Hinweis auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet an den behandelnden Arzt notwendig.
Ein geringes Risiko für Malaria besteht in ganz Kolumbien unterhalb von 1.600m Höhe, ein sehr geringes Risiko in den ländlichen Gebieten im Norden. Als Malaria-frei gelten die großen Städte in Kolumbien.
In Peru besteht unter 2000 m ein geringes Risiko, v.a. in Ayacucho, Junín, Loreto, Madre de Dios, San Martin, Puerto Maldonado und in Iquitos. Als malariafrei gelten Lima, Cuzco, Machu Picchu, das Anden-Hochland, die Küste im Süden von Lima, Ica und Nazca.
In Bolivien besteht ein geringes Risiko in den Departements Beni, ein etwas höheres in Pando v.a. in den Regionen Guayamerín und Riberalta. Ein minimales Risiko besteht im Rest des Landes <2.500 m Höhe. Die größeren Städte bzw. Provinzen Oruro und Potosi sind malariafrei.
Chile ist malariafrei.
In Argentinien gibt es ein minimales Risiko im Norden der Provinz Salta sowie Einzelfälle im Depto. Iguaçu in Misiones. Die anderen Regionen inkl. der Iguaçu-Wasserfälle gelten als malariafrei.
In Brasilien besteht ganzjährig ein hohes Risiko in den Provinzen Acre, Rondônia und Roraima bzw. ein geringes Risiko in Amapà, Amazonas, Maranhao (W), Mato Grosso (N), Parà (außer Belèm City), Tocantins (W) und den Außenbezirken der Städte Pôrto Velho, Boa Vista, Macapà Manaus, Santarém, Maraba, Rio Branco und Cruzeiro do Sul.
Als malariafrei gelten die Ostküste inkl. Fortaleza, Recife, Iguaçu und die meisten Stadtzentren.
Je nach Reiseprofil kann eine Standby-Medikation mit Chloroquin bzw. allenfalls im Einzelfall auch eine Chemoprophylaxe sinnvoll sein, deren Auswahl unbedingt vor der Reise mit einem Tropen- bzw. Reisemediziner besprochen werden sollte.
In jedem Fall ist die konsequente Anwendung persönlicher Maßnahmen zur Minimierung von Mückenstichen (s. u.) sinnvoll.
Leishmaniasis
Leishmaniasis kommt in Peru vor. Die einzelligen Parasiten werden ebenfalls durch Mücken übertragen und manifestieren sich als Erkrankung insbesondere an der Haut, in selteneren Fällen alternativ an weiteren Organen. Auch in dieser Hinsicht ist ein Schutz vor Mücken empfehlenswert (s. u.).
Oropouche-Fieber (Peru)
Das Oropouche-Virus ruft ein Dengue-ähnliches Krankheitsbild hervor (s. o.) und wird in Peru ebenfalls durch Mücken übertragen.
Chikungunya
Aktuell gibt es, sich ausbreitend von der Karibik seit Januar 2014 wie in anderen Gebieten der Region inzwischen auch in Kolumbien, Peru, Bolivien und Brasilien Fälle von Chikungunya, insbesondere in den Bundesstaaten Alagoas, Amapa, Amazonas, Bahia, Mato Grosso do Sul, Minas Gerais und Roraima. Chikungunya zeigt ähnliche Symptome wie Dengue-Fieber (s.o.) und wird ebenfalls über Aedes-Mücken übertragen, so dass in jedem Fall die u.g. persönlichen Mückenschutzmaßnahmen beachtet werden sollten.
Ein Merkblatt zu Chikungunya finden Sie unter www.diplo.de/reisemedizin.
Aufgrund der o. g. mückengebundenen Infektionsrisiken wird allen Reisenden empfohlen:
- körperbedeckende helle Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden, feste Socken)
- tagsüber (Viruserkrankungen!) und in den Abendstunden und nachts (Malaria!)
- Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen,
- ggf. unter einem möglichst imprägnierten Moskitonetz zu schlafen.
Rocky Mountain Spotted Fever (v.a. Brasilien)
Seit Dezember sind vereinzelte Fälle dieser saisonal durch Zecken übertragenen bakteriellen Infektionskrankheit im brasilianischen Bundesstaat Sao Paulo aufgetreten. In der Regel kommt es zu Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen sowie Hautausschlägen. In ungünstigen Fällen kann es beim Befall von Lunge, Nieren und dem Gastrointestinaltrakt zu lebensgefährlichen Komplikationen / Blutungen kommen. Bei Aktivitäten im Freien sollte unbedingt auf Schutz vor Zecken (adäquate Kleidung, Repellentien) geachtet werden.
Durchfallerkrankungen
Durchfallerkrankungen bei Reisenden sind häufig, z. T. auch schwer. Sie sind in den meisten Fällen vermeidbar durch Beachtung einfacher Regeln:
Ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs trinken, z.B. Flaschenwasser, nie Leitungswasser. Im Notfall gefiltertes bzw. desinfiziertes und abgekochtes Wasser benutzen. Bei Nahrungsmitteln gilt: kochen oder schälen. Halten Sie Fliegen von Ihrer Verpflegung fern. Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände, immer aber nach dem Toilettengang und immer vor der Essenszubereitung und vor dem Essen. Händedesinfektion, wo angebracht, durchführen. Einmalhandtücher verwenden.
Trypanosomiasis (“Mal de Chagas„)
In Brasilien und Argentinien kann durch Ausscheidungen von Raubwanzen, die in Ritzen einfacher Behausungen in ländlichen Regionen leben, die amerikanische Trypanosomiasis (Chagas) übertragen werden. Insgesamt ist das Risiko für Reisende an Chagas zu erkranken sehr gering.
Leptospirose
Ganzjährig kann die Leptospirose in Peru und Bolivien vereinzelt durch mit Nagetierausscheidungen kontaminiertes Wasser übertragen werden.
Diese bakterielle Infektion verläuft meist wie ein milder grippaler Infekt, kann in seltenen Fällen jedoch auch zu schwerwiegender Beteiligung der Leber und Nieren führen.
Bei zu erwartender Exposition kann im Einzelfall nach sorgsamer Risikoabwägung durch einen Reise- bzw. Tropenmediziner eine medikamentöse Prophylaxe mit Doxycyclin erwogen werden.
HIV/AIDS
Durch ungeschütze sexuelle Kontakte, bei Drogenmissbrauch (unsaubere Spritzen und Kanülen) und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich das Risiko einer lebensgefährlichen HIV-Infektion.
Kondombenutzung wird immer, insbesondere aber bei Gelegenheitsbekanntschaften, empfohlen.
Höhenkrankheit (“Soroche„)
In Lagen über 2500 Meter häufigere, gelegentlich auch lebensgefährliche Erkrankung durch zu schnellen Aufstieg in die Höhe, die meist allerdings erst nach 24 Stunden oder längerem Aufenthalt in der Höhe in Erscheinung tritt. Warnsymptome können Schlafstörungen, Kopfschmerz, Schwindel, Erbrechen und zunehmende Luftnot sein. Verschwinden die Symptome nicht durch eine Pause bzw. eine Übernachtung, sollte abgestiegen werden unter eine Höhe von 2000 Metern. Betroffen sind alle Altersstufen und häufig Touristen bei Flugreisen nach Quito, Cusco, Puno oder La Paz, also nicht nur Bergsteiger.
Die Höhenluft auf dem Altiplano ist sauerstoffarm und von geringem atmosphärischem Druck.
Aus der Höhe resultieren auch extreme Intensität der Sonneneinstrahlung - besonders der ultravioletten Strahlung, der mit entsprechenden Hautschutzmaßnahmen Rechnung zu tragen ist - und außergewöhnliche hohe Wärmeabstrahlung während der Nacht. Untrainierten Bergsteigern wird empfohlen, vor Reiseantritt sachkundigen Rat einzuholen.
Mate de Coca hat keine sichere vorbeugende Wirkung. Das gegen die Höhenkrankheit eingesetzte Medikament Diamox ist verschreibungspflichtig.
Pest (nur in Peru)
Das Ansteckungsrisiko für Reisende ist sehr gering. Der Schutz vor Ratten und Flöhen durch sichere Schlafplätze und häufige Wäschewechsel sowie das Fernhalten von bereits Erkrankten reduzieren die Ansteckungsgefahr. Für beruflich in Pestgebieten Tätige kann im Einzelfall und nur nach Rücksprache mit einem Reise-/ Tropenmediziner die prophylaktische Einnahme von Antibiotika sinnvoll sein.
Hantavirus
Diese insgesamt seltene Erkrankung kann in Chile und Argentinien in der Regel in ländlichen Gebieten nach durchschnittlich 2-4 Wochen nach Aufnahme von mit Hantaviren kontaminierten Sekreten infizierter Nagetiere über die Atemwege bzw. den Magen-Darm-Kanal zu grippeähnlichen Symptomen wie Kopf- und Gliederschmerzen führen.
In seltenen Fällen können tödliche Komplikationen durch Befall der Nieren oder des Herz-Lungensystems entstehen (hämorrhagisches Fieber mit renalem Syndrom, HFRS oder kardio-pulmonales Syndrom, HPS bzw. HCPS).
Eine Übertragung von Mensch zu Mensch findet nur in extrem seltenen Fällen statt.
Eine Impfung bzw. medikamentöse Prophylaxe existiert nicht.
Medizinische Versorgung
Das medizinische Versorgungsangebot ist abgesehen von Bolivien in den größeren Städten im privaten Sektor in der Regel mit dem in Europa zu vergleichen. Der öffentliche Sektor ist jedoch hinsichtlich personeller, apparativer, logistischer und z. T. hygienischer Ressourcen insbesondere in ländlichen Regionen und in ganz Bolivien überwiegend defizitär strukturiert.
Ein ausreichender, weltweit gültiger Krankenversicherungsschutz und eine zuverlässige Reiserückholversicherung werden dringend empfohlen, ebenso wie vor einer Reise eine individuelle Beratung durch Tropen- bzw. Reisemediziner; zu Beratungsstellen siehe auch www.dtg.org.
Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass regelmäßig vor der Aufnahme und Behandlung in Privatkliniken unabhängig einer bestehenden Auslandskrankenversicherung eine Vorauszahlung in bar oder per Kreditkarte mit unlimitiertem Verfügungsrahmen zu leisten ist, sonst wird i .d. R. gar nicht erst mit der Diagnostik oder Behandlung angefangen. Das gilt ausdrücklich auch für akut lebensbedrohliche Krankheitsbilder oder Unfälle, für die leider in jüngster Vergangenheit auch bei Reisenden und Langzeitaufenthaltern fatale Folgen mit z. T. letalem Ausgang dokumentiert wurden. Die Kosten für ärztliche Behandlungen und Krankenhausaufenthalte sind z. T. erheblich höher als in Deutschland.
Die deutschen Auslandsvertretungen vor Ort stellen auf Wunsch Listen der ihnen bekannten deutsch- und englischsprachigen Ärzte zur Verfügung. Die Angaben erfolgen aufgrund von Informationen, die den Auslandsvertretungen zum Zeitpunkt der Abfassung vorliegen. Die Hinweise und insbesondere die Benennung der Ärzte sind dabei unverbindlich und ohne Gewähr. Der Patient hat für alle Kosten und Gebühren im Zusammenhang mit dem von ihm selbst erteilten Behandlungsauftrag aufzukommen.
Aktuelle Informationen für Reisende in Brasilien sind auch über folgenden Link des brasilianischen Gesundheitsministeriums im Internet abrufbar in portugiesischer, spanischer oder englischer Sprache: http://portalsaude.saude.gov.br/viajante
Unverändert gültig seit: 15. April 2019

Wichtiger Hinweis zu Impfvorschriften

Sollten Sie vor oder nach Ihrer Gruppenreise ein individuelles Programm in einem anderen Land Süd- oder Mittelamerikas gebucht haben, beachten Sie bitte die landesspezifischen Impfvorschriften in Bezug auf Gelbfieber. Bei fehlender Gelbfieberimpfung kann Ihnen sonst unter Umständen die Einreise verweigert werden.
Wir empfehlen, frühzeitig einen Facharzt bzw. ein Tropeninstitut zu konsultieren. Bitte sprechen Sie in jedem Fall vor einer Impfung die Frage der persönlichen Impfverträglichkeit mit Ihrem Arzt ab. Dies gilt insbesondere bei bestimmten Vorerkrankungen.

Hinweise

Barrierefreiheit: Unsere Reisen sind für Menschen mit eingeschränkter Mobilität und anderen Behinderungen im Allgemeinen nicht geeignet. Ob diese Reise dennoch Ihren individuellen Bedürfnissen entspricht, erfragen Sie bitte bei uns.

Veranstalter: Studiosus Reisen München GmbH, Riesstraße 25, 80992 München

Termine

Südamerika – umfassend

Doppelzimmer Teilnehmer: min. 12 max. 25 Dauer: 28 Tage

11.10.2020Sonntag, 11. Oktober 2020 - Samstag, 7. November 2020
28 Tage / 27 Nächte

9190.00 EUR

 

Einzelzimmer Teilnehmer: min. 12 max. 25 Dauer: 28 Tage

11.10.2020Sonntag, 11. Oktober 2020 - Samstag, 7. November 2020
28 Tage / 27 Nächte

10880.00 EUR

 

halbes Doppelzimmer Teilnehmer: min. 12 max. 25 Dauer: 28 Tage

11.10.2020Sonntag, 11. Oktober 2020 - Samstag, 7. November 2020
28 Tage / 27 Nächte

9190.00 EUR

 

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44319 Dortmund
Telefon 0231 17 69 88-5

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